25.3.2009, Im Streit um angeblich zu späte Informationen an die Aktionäre über die Verzögerungen beim Bau des Airbus A380 gehen die Kläger einem Pressebericht zufolge zaghaft gegen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS vor. Eine von zwei in New York eingereichten Sammelklagen sei inzwischen zurückgezogen, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD; Mittwoch) unter Berufung auf EADS-Angaben.
Ob das Gericht die andere Klage zulasse, sei ebenfalls noch unklar. Ein konkreter Betrag werde bislang nicht genannt. Mit der Entscheidung sei erst in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen, heißt es bei EADS und den US-Kanzleien.
Die Münchner Kanzlei Rotter hat laut "FTD" Anfang des Jahres Klagen eingereicht, um eine drohende Verjährung zu vermeiden. Die Forderungen der rund 35 Kläger beliefen sich auf rund 18 Millionen Euro, zitierte das Blatt die Kanzlei.
2007 und 2008 hatten mehrere auf Aktionärsklagen spezialisierte Kanzleien Verfahren gegen den Luftfahrtkonzern angekündigt. Hintergrund ist die Frage, ob der Konzern am 13. Juni 2006 die Verzögerungen im A380-Programm verspätet veröffentlicht hatte. Auch die französische Börsenaufsicht AMF leitete Untersuchungen ein. Neben diesem noch offenen strafrechtlichen Komplex gibt es die Zivilverfahren der Aktionäre. Für diese Prozessrisiken hatte EADS in der Bilanz 2008 Rückstellungen in unbekannter Höhe gebildet.







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