Die Fluggesellschaften leiden weltweit unter der Konjunkturabkühlung. Die Zahl der Passagiere ist im November den dritten Monat in Folge gesunken. Noch stärker sind die Folgen der schlechter laufenden Weltwirtschaft aber bei der Fracht. (sda) Der Rückgang der Passagierzahlen betrug im November 4,6%, wie der Branchenverband IATA am Dienstag mitteilte. Damit hat sich der Abwärtstrend verstärkt. Im Oktober waren die Passagierzahlen um 1,3% gesunken, im September um 2,9 Prozent.
Stärkster Rückgang seit 2001
Mittlerweile seien alle Bereiche betroffen und es drohten im vierten Quartal schwere Verluste, erklärte IATA-Direktor Giovanni Bisignani in der Medienmitteilung. Die Sitzauslastung sank im November von 76% im Vorjahresmonat auf 72,7 Prozent. Noch stärker sind die Folgen der schlechter laufenden Weltwirtschaft bei der Fracht. Die Gütertransporte der Fluggesellschaften nahmen innert Jahresfrist um 13,5 Prozent ab. Das ist der stärkste Rückgang seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA.
«Schockierende Entwicklung»
IATA-Direktor Bisignani sprach von einer schockierenden Entwicklung. Er verwies darauf, dass wertmässig 35 Prozent des Welthandels in der Luft abgewickelt werde. Dies zeige, wie schnell der Welthandel derzeit schrumpfe und sich die Wirtschaftskrise verschlimmere.
Für das Jahr 2009 rechnet die IATA bei ihren Mitgliedern mit kumulierten Verlusten von 2,5 Mrd. Dollar. Das wäre rund die Hälfte der für dieses Jahr erwarteten Verluste. Der Rückgang bei Passagieren und Fracht werde vom Zerfall der Ölpreise nur teilweise kompensiert. Zur IATA gehören über 240 Fluggesellschaften, deren Anteil an allen internationalen Flügen bei 94 Prozent liegt.







Print






